Programm 12. April 2018 im Detail

Über 40 Unternehmen demonstrierten in der Smart Avenue ihre neuesten Smart-City-Lösungen. Sie zeigten Ihnen, was heute schon möglich ist in den Bereichen Smart Governance, Smart Data und 3D-Stadtmodelle, Smart Mobility, Smart Energy and Resources, Smart Infrastructure und Smart Living. Ausserdem hatten Sie die Möglichkeit, Ihr Wissen in den folgenden drei parallel stattfindenden Workshops zu vertiefen:

Das Programm 2019 wird in Kürze aufgeschaltet.

Workshop D1 - Raum Matterhorn: Smarte Raumplanung - Impulse für eine erfolgreiche Innenentwicklung präsentiert von VLP-ASPAN

Lange stand bei der Siedlungsentwicklung die Planung der Angebote im Vordergrund. Für die Siedlungsentwicklung nach innen, wo Qualitäten aus Nutzersicht über den Erfolg entscheiden, reicht dies jedoch nicht aus. Das Projekt «SmartUse» der Metropolitankonferenz Zürich will die Siedlungsentwicklung deshalb stärker auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer der Räume abstützen. Dazu wird eine Open Data Plattform für räumliche Daten aufgesetzt. Am Workshop der VLP-ASPAN erfahren die Teilnehmenden, wie sich die Raumplanung durch «smarte» Daten ändern könnte.

Innenentwicklung trifft nur dort auf Akzeptanz, wo aus Sicht der Betroffenen Qualitäten bewahrt, Defizite behoben und Mehrwerte geschaffen werden. Statt wie bisher «Top down»-Angebote zu definieren, hat die Raumplanung anhand von Nutzerdaten künftig die Chance, Siedlungen stärker evidenzbasiert zu entwickeln. So können Bewegungsdaten zeigen, wie bestimmte Gruppen die Freiräume nutzen. Solche Daten sammeln heute bereits Verkehrsbetriebe, Telekom-Firmen und andere digitale Dienstleister (z.B. Anbieter von Apps).

Im Projekt der Metropolitankonferenz Zürich werden diese Daten durch die räumliche Open-Data Plattform «SmartUse» ergänzt. Sie hat zum Ziel, die Siedlungsentwicklung stärker auf die tatsächliche Wahrnehmung räumlicher Qualitäten durch die Nutzer sowie deren Vorstellungen und Ansprüche abzustützen. Für Planer und Planerinnen bietet sich die Möglichkeit, stärker «Bottom up» zu planen. Konkret: Pläne lassen sich besser auf die wirklichen Nutzeranliegen ausrichten. Die Innenentwicklung würde gestärkt.

Am Workshop «Impulse für eine erfolgreiche Innenentwicklung» werden Markus Schaefer (Hosoya Schaefer Architects) und Joris Van Wezemael (ETH Zürich) das Projekt «SmartUse» vorstellen. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden dann Strategien, Anwendungen und Empfehlungen für die «SmartUse»-Plattform erarbeitet.

vlp
 

Lukas Bühlmann

Direktor VLP-ASPAN
Lukas Bühlmann
« Die VLP-ASPAN ist aus Tradition innovativ. Seit bald 75 Jahren planen wir voraus. Vorausschauende Planung für die Schweiz von Morgen ist unsere Kernaufgabe. Als Schweizer Verband für Raumplanung unterstützen wir Gemeinden und Städte dabei, die Ressource Boden nachhaltig und "smart" zu nutzen. Die Raumplanung ist eine übergeordnete Disziplin, die Stadt und Land im Blick hat: Sie stimmt die räumlichen Ansprüche von Bevölkerung, Wirtschaft, Verkehr und Umwelt aufeinander ab. Sie sorgt dafür, dass Nutzungskonflikte vermieden und Synergien für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung genutzt werden. Die Digitalisierung bietet grosse Chancen für eine nachhaltige Raumplanung. SmartSuisse ist die Plattform, um diese Chancen zu erkennen und zu vermitteln. »

Workshop E1 - Raum Matterhorn: Neue Alpenstädte - Stadtentwicklung auf unseren Höhen inkl. Brownbag Lunch serviert aus dem Wallis

Auch in den Bergen ist die Verstädterung angekommen. 60% der Alpenbevölkerung leben in Städten, in den „Motoren der wirtschaftlichen Entwicklung der Alpen“. In der Schweiz sind es - die Agglomeration Luzern mit eingerechnet - rund 900'000 Menschen. Das ist die Mehrheit der Bergbevölkerung. Nicht mehr zu übersehen ist die Konzentrationstendenz in den Hauptorten der Talschaften. Was sind Alpenstädte? Welche städtebaulichen Typologien und welche Nutzungsformen eignen sich dafür? Wie ist mit der speziellen Topographie und der Distanz zu den grösseren Zentren umzugehen? Wie wird die Mobilität bewältigt? Ist es sinnvoll, die bestehenden Alpenstädte zu verdichten? Welche Verantwortung übernehmen sie gegenüber dem umliegenden Gebiet? Und nicht zuletzt: Welche Chancen ergeben sich aus dem Zusammenzug im Alpenraum für die Schweiz im Jahre 2050?

SIA

Hans-Georg Bächtold

Geschäftsführer SIA
Bächtold SIA
« Wachsende Alpenstädte werden smarte Städte: Die Schweiz braucht einen zukunftsfähigen und nachhaltig gestalteten Lebensraum von hoher Qualität, mit hochwertiger Baukultur, mit schönen Landschaften und innovativen Städten und energie- und ressourcenschonenden Bauten und Infrastrukturen – attraktive, vernetzte smarte Städte.  Es gilt den Beweis anzutreten, wie im Rahmen des erwarteten Bevölkerungswachstums neue Lebensraumqualität erreicht und neue Identitäten gestiftet werden können. Städte eröffnen Möglichkeiten für zukünftiges Handeln. Für die Schweiz 2050 sind wachsende Alpenstädte die Chance für die Erhaltung des alpinen Lebensraumes und eine aussergewöhnliche Herausforderung. »

Workshop D2 - MCH-Lounge: Die Interessengemeinschaft (IG) Smart City Schweiz diskutiert aktuelle Trends und Lösungen in den Städten

 Themen:
• Kurzberichte aus aktiven Städten, von Dienstleistern und Forschungsinstitutionen
• Smart City Open Innovation Office in Winterthur
• (Geo)Daten des BFS und einige für Städte interessante Anwendungsbeispiele
• Mobilität: Elektrische Busse in Genf
• Networking  
IG Smart city
 

Benjamin Szemkus

Programmleiter Smart City Schweiz und Projektleiter ENCO Energie-Consulting AG, Liestal
Benjamin Szemkus
« Städte machen uns klüger, grüner, gesünder, reicher und glücklicher. Sie brauchen aber weiterhin smarte und vernetzte Problemlösungsansätze. Hierzu gilt es gute Beispiele zu zeigen und Partner zu vernetzen. SmartSuisse kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.»
SmartAvenue
Podiumsdiskussion SmartSuisse

« Städte sind seit jeher Orte der Innovation. Mit deren Dichte und den vielfältigen Nutzungsansprüchen ist es für die Behörden eine dauernde Herausforderung, ihrer Bevölkerung Lebensqualität zu bieten. Die SmartSuisse offeriert eine einzigartige Plattform, damit Politik, Verwaltung und Wirtschaft die Zukunft schon heute aktiv gestalten können. Dank neuen Impulsen bleiben Städte für Menschen attraktiv und lebenswert. »

Renate Amstutz, Direktorin Schweizerischer Städteverband