SmartSuisse 2019: «Mit weniger mehr machen, und das besser und schneller»

Publiziert am 15.04.2019 von Stefanie Pfeil
SmartSuisse_2019

Über 800 Fachleute und Politiker trafen sich am 10.-11. April anlässlich der SmartSuisse im Congress Center Basel, um ihr Wissen auszutauschen und gemeinsam neue Ideen zu entwickeln für die Städte von morgen. 60 Referentinnen und Referenten aus zehn Ländern prägten das hochkarätige Programm - mit Vertretungen aus Bund, Gemeinden und Städten sowie Exponenten aus Wirtschaft und Wissenschaft. Neu dieses Jahr war die Verleihung des Smart City Innovation Awards von EnergieSchweiz.

In wenigen Worten fasste der CEO der SBB Andreas Meyer zusammen, was das Ziel der ganzen Smart City Bewegung ist: Es gehe darum, mit weniger mehr zu machen und dies erst noch besser und schneller. Benedikt Würth, Präsident der Konferenz der Kantonsregierungen, hielt zudem in seinem Eröffnungsvotum fest, dass die nötige Technologie schon vorhanden sei, jetzt brauche es den Gestaltungswillen der Städte und Kantone.

Über 800 Fachleute kamen an den SmartSuisse Kongress, um sich über die aktuellen Entwicklungen im Bereich Smart City zu informieren. Dieser Anstieg von 15% im Vergleich zum Vorjahr zeigt das wachsende Interesse am Thema. 60 Referentinnen und Referenten teilten ihr Wissen und standen für Fragen zur Verfügung. Insgesamt begegneten sich Experten aus über zwanzig Branchen. Eine Diversität, die wichtig ist, betonte Anna Piperal, Managing Director des E-Estonia Showrooms. Sie forderte die Teilnehmenden auf, sich gegenseitig nicht als Konkurrenz, sondern als potentielle Partner zu sehen – nur so könne man im internationalen Wettbewerb bestehen.

Die Smart Suisse baut eine branchenübergreifende Community auf, die Wissensvermittlung Ausstellung und Networking miteinander verbindet. «Mit dem Kongress wurde für die Schweiz ein einzigartiges Forum geschaffen, das einen zentralen Beitrag zur Debatte über die Digitalisierung im öffentlichen Raum schafft» sagt Mike Vogt, Managing Director der SmartSuisse. «Mit der Smart Avenue wird dazu eine Ausstellung angeboten, die konkrete Lösungen demonstriert, die bereits heute oder in 1-2 Jahren realisierbar sind.» Unter den 50 Ausstellern waren fünf Themen besonders sichtbar, Smart Parking, das intelligente und multifunktionale Strassenlicht, eScooter, Datenplattformen sowie digitale 3D-Stadtmodelle.

Renate Amstutz, Direktorin des Schweizerischen Städteverbands, hielt fest: «Treffpunkte wie die SmartSuisse sind wichtig für den Austausch zwischen den Städten, der Wirtschaft und der Wissenschaft. So entsteht die Dynamik, die es braucht, um die Entwicklung der Smart Cities voranzutreiben». Gleichzeitig fiel auch der Startschuss für die neu gegründete Smart City Alliance, die Technologieunternehmen, Startups und Hochschulen einfach und unkompliziert vernetzt. Neben der Kultur des Miteinanders, ist für Enrico Baumann, CEO von ELEKTRON AG, aber eines besonders wichtig: «Es braucht mutige, politische Entscheidungen, um die heutige Lebensqualität auch für kommende Generationen sicherzustellen.»

Mit gutem Beispiel voran gingen PostAuto und SBB. Die Unternehmen unterzeichneten in Anwesenheit von Medienvertretern eine Vereinbarung, um ihre Kräfte im öffentlichen Verkehr zu bündeln. In einem Pilotprojekt sollen Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Onlinefahrplan und Ticketing getestet und so Synergien geschaffen werden.

Zum ersten Mal dieses Jahr wurde im Rahmen der Smart Suisse der Smart City Innovation Award verliehen. Ins Leben gerufen vom Bundesamt für Energie, soll der Award smarte Ideen und Projekte für ein breites Publikum sichtbar machen. Die Menge und Qualität der Eingaben sei erfreulich, sagte Daniel Büchel, Vizedirektor des Bundesamts für Energie. Gekürt wurden zwei Ideen und vier Projekte, die sich durch kollaborative und innovative Aspekte auszeichneten.

Der Termin für die SmartSuisse 2020 ist der 18. und 19. März 2020 im Congress Center Basel.

Über die SmartSuisse
Die SmartSuisse ist der grösste Strategiekongress mit Fachausstellung der Schweiz zum Thema Smart City. Sie fand dieses Jahr zum dritten Mal statt, am 10. und 11. April im Congress Center Basel. Der Schwerpunkt liegt auf den Themen Smart Governance, Smart Urban Mobility und Smart Development, wobei 60 Referenten aus dem In- und Ausland ihre Erfahrungen preisgaben und 50 Aussteller, die innovativsten Lösungen und Technologien vorstellten.

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