SmartSuisse 2018: «Eine Stadt ist wie eine gute Party»

Publiziert am 12.04.2018 von Irina Zindel
SmartSuisse 2018 networking

Während zwei Tagen trafen sich Entscheidungsträger und Innovatoren im Kongresszentrum Basel, um die Entwicklung von Schweizer Städten zu Smart Cities weiter voranzutreiben. Nach der erfolgreichen Erstausgabe 2017 wurde die SmartSuisse auf zwei Tage verlängert. Die Zahl der Besucher am Kongresstag stieg um 40 Prozent auf rund 600 Gäste aus 120 Städten und Gemeinden.

«Wir leben in einer spannenden Zeit», sagte Carlo Ratti, Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT), in seinem Referat. Der Wissenschaftler untersucht die Auswirkungen von neuen Technologien auf das Leben in Städten und ist überzeugt, dass sich die Art und Weise unseres Zusammenlebens in den kommenden Jahren grundlegend verändern wird. Das Ziel sei jedoch nicht die Technologisierung an sich, sondern eine höhere Lebensqualität, betonte Helle Søholt, Architektin und Städteplanerin aus Kopenhagen. «Eine Stadt sollte wie eine gute Party sein. Man bleibt viel länger als man vorhatte, weil man Spass hat.»

Einige dieser Innovationen, die unsere Städte verändern, konnten Besucher in der «Smart Avenue» vor Ort erleben. So unter anderem der Smart City Tower der Firma Elektron AG – eine intelligente Strassenbeleuchtung, die sich nach Bedarf erhellt und mittels Sensoren unter anderem die Luftqualität sowie die Lärmbelastung messen kann. Die Stadt Zürich brachte ihr interaktives Städtemodell mit, wo Planer mit Hilfe von Augmented Reality in die Zukunft blicken können. Ein weiterer Höhepunkt war das neue Angebot von BMW, bei dem Städte elektrische Autos mitsamt Solarpanel auf längere Zeit mieten und ihren Bürgern zur Verfügung stellen können.

Unter den Teilnehmer fanden sich Vertreter aus Stadtregierungen und Verwaltungen, aus der Privatwirtschaft und aus der Wissenschaft. Entscheidungsträger aus 120 Schweizer Städten und Gemeinden trafen auf Unternehmer und Forscher. «Diese branchenübergreifende Begegnungen sind wichtig. Der Austausch zwischen den richtigen Leuten bringt die Smart City Bewegung in der Schweiz voran», sagt Claudia Pletscher, Leiterin Entwicklung und Innovation bei der Post.

Mike Vogt, Leiter der SmartSuisse zeigt sich rundum zufrieden: «Der Zuwachs an Besuchern und Ausstellern zeigt, dass das Thema Smart Cities weiterhin an Bedeutung zunimmt.» Das bestätigt auch Andreas Meyer, CEO der SBB, Hauptpartnerin der Smart Suisse: «Im vergangenen Jahr war die Messe noch ein Wake-Up-Call an die Branche. Jetzt geht es um die konkrete Umsetzung und Best Practice, so wie dies die SBB und der Kanton Basel-Stadt gemeinsam auf dem Areal Wolf in Basel umsetzen.»

Über die SmartSuisse

Die SmartSuisse ist der grösste Strategiekongress mit Fachaussellung der Schweiz zum Thema Smart City. Sie fand dieses Jahr zum zweiten Mal statt, am 11. und 12. April im Kongresszentrum Basel. Der Schwerpunkt liegt auf den Themen Smart Governance, Smart Urban Mobility und Smart Resources, wobei 60 Referenten aus dem In- und Ausland ihre Erfahrungen preisgaben.

Auskünfte:

Mike Vogt, Managing Director IoT, MCH Messe Schweiz (Basel) AG, SmartSuisse, 4005 Basel, +41 79 230 54 92

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